Diskussionsveranstaltung | Die Rolle der Hochschulen in der NFDI

03.02.2026, 13:00-14:30 Uhr, online via Zoom

Informationen zur Veranstaltung

In der aktuellen Diskussion über die Umstrukturierung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) sind die Hochschulen bisher unterrepräsentiert. Der Prozess basiert auf der im vergangenen Jahr erfolgten Evaluation der NFDI durch den Wissenschaftsrat und den darin enthaltenden Empfehlungen zur zukünftigen Ausgestaltung. Zu diesen Empfehlungen gehört eine umfangreiche Umstrukturierung, die unter anderem die Zentralisierung und Bündelung technischer und nicht-technischer Infrastrukturen betrifft. Bisher erfolgte die Arbeit im Wesentlichen in fachspezifischen Konsortien und fachübergreifenden Verbünden, an denen sich Forschende und Infrastrukturmitarbeitende gleichermaßen beteiligen. So wurden seit 2020 fachspezifische und methodische Standards zum Umgang mit Forschungsdaten forschungsnah und nutzendenorientiert ausgearbeitet. In Vorbereitung auf eine zweite Bund-Länder-Vereinbarung bringen sich sowohl das Direktorat als auch die Konsortialversammlung gemeinsam in die Ausgestaltung der neuen Struktur der NFDI ein. Dazu stehen sie in engem Austausch mit der Arbeitsgruppe der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK). Zu diesem Zeitpunkt soll die noch unklare Rolle der Hochschulen als wichtige und größte Gruppe der Mitgliederorganisationen der NFDI explizit berücksichtigt werden.

Die Hochschulen nehmen nicht nur als Forschungsstandorte, sondern auch als Ausbildungsorte für die Forschenden von morgen eine zentrale Rolle in der Etablierung und Weiterentwicklung des Forschungsdatenmanagements ein: Einerseits werden durch umfassende Eigenleistungen weit über geförderte Projekte und Initiativen hinaus Informationsinfrastrukturen geschaffen, die die Nachhaltigkeit von Forschungsdaten ermöglichen. Andererseits entsteht durch die curriculare Verankerung von FDM ein wesentlicher Hebel für den angestrebten Kulturwandel in den Hochschulen.

Zentrale Fragen für die zukünftige Ausgestaltung der NFDI betreffen die Strukturierung der Übergangsphase bis zu einer dauerhaften Förderung, die Kontinuität der Arbeit in den Konsortien sowie die Absicherung des in sie aufgebauten Vertrauens aus den Fachcommunities. Im Rahmen der Veranstaltung sollen Überlegungen zur zukünftigen Struktur der NFDI, die gegenwärtig innerhalb der NFDI-Konsortien konzipiert werden, vorgestellt und die Rolle der Hochschulen in diesem Konstrukt diskutiert werden. Ziel ist es, die Meinungsbildung auf Hochschulebene anzustoßen. Der Austausch kann in einem Positionspapier, das sich an die LRKen in NRW richtet, resultieren.

Programm

13:00 UhrBegrüßung durch fdm.nrw
13:05 UhrImpulsvorträge:
– apl. Prof. Dr. Stefanie Weidtkamp-Peters (HHU): Zukunft der NFDI und aktuelle Entwicklungen
– Prof. Dr. Sonja Herres-Pawlis (RWTH Aachen University): Rolle der Hochschulen in der Lehre
13:25 UhrDiskussion im Plenum
14:20 UhrAusblick
14:30 UhrEnde der Veranstaltung

Informationen zur Anmeldung und zur Teilnahme

Eine Teilnahme ist nur für Angehörige der Mitgliedshochschulen der DH.NRW möglich. Die Einladung zur Veranstaltung wurde an das Kommunikationsnetzwerk fdm.nrw versendet. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Ansprechperson Ihrer Hochschule.


Ansprechperson

Dr. Magdalene Cyra-Wolf