Daten langfristig archivieren und zur Verfügung stellen

Anders als Daten auf analogen Medien wie Papier oder Stein, die bei günstigen Bedingungen Jahrhunderte oder Jahrtausende überdauern, stellen sich an die Bewahrung digitaler Daten besondere Herausforderungen. Bedingt durch den technologischen Wandel werden Datenträger, Dateiformate, Software und Ablageorte schnell unzugänglich und unbenutzbar. Mit LZV wird der Wandel und dessen Implikationen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Dies umfasst unter anderem die Erkennung veralteter Soft- und Hardware sowie Datenformate und geht somit weit über die reine Speicherung hinaus. Ziel der LZV ist, neben den Daten selbst auch die Interpretierbarkeit digitaler Informationen über einen langfristigen Zeitraum zu erhalten. Sie stellt somit einen komplementären Baustein eines nachhaltigen Forschungsdatenmanagements dar.


NRW-Aktivitäten im Kontext LZV

Auf Initiative und gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaften des Landes NRW betreibt das Hochschulbibliothekszentrum (hbz) eine LZV-Infrastruktur nach höchsten internationalen Standards, die allen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung steht. Das hbz unterstützt mit dieser LZV-Landeslösung Forscher*innen bei der Erfüllung einer Kernaufgabe der Digitalisierung, damit Forschungsdaten langfristig gesichert und auch für Wissenschaftler*innen der Zukunft nutzbar bleiben.


Weiterführende Informationen

Langzeitverfügbarkeit für Hochschulen auf den Seiten des hbz


Ansprechpersonen

Matthias Fingerhuth
Team Rosetta (hbz)