Entwicklung einer neuen Profession

Während man in der FDM-Community noch über die abschließende Definition von Data Stewardship diskutiert, versteht fdm.nrw darunter vor allem die Tätigkeit, fachspezifisch arbeitender Expert*innnen mit einer Schnittstellenfunktion zwischen Wissenschaft und Infrastruktur. Diese „Data-Stewards“ unterstützen Forschende im Umgang mit Ihren Daten und begegnen damit der Notwendigkeit, die fachspezifischen Bedarfe der Forschenden zu adressieren. Diese stellen für Hochschulen eine große Herausforderung dar, denn zentrale Angebote sind meist generisch ausgerichtet, um möglichst allen Bedarfen der eigenen Institution gerecht zu werden. Die Mittlerposition der Data Stewards empfiehlt sie auch für eine strategische Arbeit im Bereich Forschungsdaten.


NRW-Aktivitäten im Kontext Data-Stewardship

Hochschulen in NRW beschäftigen zunehmend fachspezifisches FDM-Personal, z. B. in Sonderforschungsbereichen. Die Landesinitiative fdm.nrw verfolgt die Idee einer Förderlinie zu Data Stewardship, um das neue Berufsbild und seine Anforderung zu erproben.

Im Rahmen des Jour Fixe FDM am 04.09.2019 wurden diese Ideen diskutiert und eine Mitarbeiterin der TU Delft, die selbst als Data Steward beschäftigt ist, berichtete über ihre Arbeit als Ansprechpartnerin für Forschende und als Mitglied eines Kompetenznetzwerkes, dessen zentrale Koordination an der Universitätsbibliothek liegt.


Beteiligungsmöglichkeiten

Neben der Beobachtung und Teilnahme an internationalen Diskussionen wird ein vertiefender Austausch in NRW angestrebt.


Weiterführende Informationen

Literaturliste des dänischen Projektes DM-Forum


Ansprechpartner

Matthias Fingerhuth